Willkommen beim Erkundungsprozess

Jona und der Wal, Gemälde von Pieter Lastman, 1621

Alle Gemeinden und kirchlichen Orte im Bistum Dresden-Meissen sind zum Erkundungsprozess eingeladen. Innerhalb verschiedener Verantwortungsgemeinschaften des Bistums soll geklärt werden, wie wir uns Kirche an diesen Orten vorstellen und wie wir dies umsetzen wollen. Dabei geht es nicht nur darum, wie wir Kirche für uns, sondern gerade auch, wie wir Kirche für alle Menschen sein können.

Diese Website dient der Kommunikation der Verantwortungsgemeinschaft Leipzig-Süd / Markkleeberg. Hier werden Ideen, Projekte und Ergebnisse vorgestellt und innerhalb der Kommentarfunktion diskutiert, sowie einzelne Veranstaltungen publiziert.

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Suchen wir, wo Christus ist!

Ausschnitt aus der Predigt von Bischof Heinrich Timmerevers im Festgottesdienst zu seiner Einführung als Bischof von Dresden-Meißen am 27. August 2016

… Die Gläubigen in den Gemeinden des Bistums Dresden-Meißen haben sich in den vergangenen Jahren mit einem Erkundungsprozess auf den Weg gemacht. Es geht darum, Wege zu suchen, damit möglichst viele Menschen in Sachsen und Ostthüringen Christus kennenlernen und ihm begegnen können. Mit diesem Erkundungsprozess werde ich mich jetzt sehr bald vertraut machen, und ich möchte – so bald wie möglich – die Verantwortungsgemeinschaften besuchen und kennenlernen. Ich werde mit der Grundüberzeugung in diesen Erkundungsprozess gehen: die Kirche ist der Raum des Auferstandenen, die Pfarrei ist der Ort des Auferstandenen, die Gemeinde, die sich versammelt, ist ein Ort des Auferstandenen! Und dann, liebe Schwestern und Brüder, werden auch die in diesem Erkundungsprozess gegründeten Verantwortungsgemeinschaften Orte des Auferstandenen sein. Bei allem Fragen und Suchen, mit den Auseinandersetzungen, Klärungen und Entscheidungen, die für eine neue Struktur in der Seelsorge getroffen werden müssen, und in dem Bemühen, eine lebendige und einladende Kirche zu sein, tragen wir vor allem miteinander die Verantwortung dafür, dass der Auferstandene unter uns Raum bekommt. Wodurch wird das erfahrbar?

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Gebrauchsanweisung für Ausgesandte

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Pfr. Wolf und Pfr. Dr. Martin predigten am 2./3. Juli:
14. So im JK 2016; Lk 10,1- 9

Liebe Schwestern und Brüder,
„Vor Inbetriebnahme des Gerätes bitte sorgfältig lesen!“ So beginnen normalerweise Gebrauchsanweisungen. Dann werden die Schritte aufgezählt, die eine erfolgreiche Nutzung ermöglichen. Über manche dieser Anweisungen kann man schnell hinweglesen – das ich die Verpackung entfernen und den Netzstecker in die Steckdose stecken muss, weiß ich normalerweise. Die Tücke steckt oft im Detail, wenn es trotz Befolgung der angegebenen Schritte dann nicht funktioniert. Dann kommt der Hinweis „sorgfältig zu lesen“ gerade recht.
Gilt so etwas auch für die Gemeinde? Gibt es beispielsweise eine Gebrauchsanweisung für das Leben einer Pfarrei? Und noch einmal zugespitzt – braucht es für dieses neue Gerät mit Namen Verantwortungsgemeinschaft eine aktualisierte Fassung, damit es gut funktioniert?
Das Evangelium bietet dafür eine Orientierung: 7 konkrete Handlungsanweisungen haben wir gehört.
1. Bittet – um Aussendung von Arbeitern für die Ernte
2. Geht – ohne Geld; Vorrat, Schuhe, Gruß
3. Sagt beim Betreten eines Hauses den Frieden zu.
4. Bleibt in diesem Haus.
5. Eßt und Trinkt was man euch vorsetzt.
6. Heilt
7. Macht die Ansage: „Das Reich Gottes ist nahe.“

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Entwurf für einen Pastoralplan

Entwurf für einen Pastoralplan für die Verantwortungsgemeinschaft „Südraum Leipzig“

Rahmen:

Der Pastoralplan dient der Verantwortungsgemeinschaft „Südraum Leipzig“ mit den Gemeinden Leipzig Süd, Markkleeberg, Pegau, Zwenkau, Böhlen für die Jahre 2016-2021 zur Orientierung der Pastoral.

Unsere katholischen Gemeinden sind ein Raum, wo sich Ansprechpartner und Gleichgesinnte auf der Grundlage des christlichen Glaubens finden. Der Gemeindealltag besteht aus Gottesdiensten, Gruppen aller Generationen, Seelsorgeangeboten und karitativen Engagement.

Unsere Ziele sind:

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Ein Gruß an die Menschen im Bistum Dresden-Meißen

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Heinrich Timmerevers schreibt aus Vechta

Vechta, 29. April 2016

Liebe Schwestern und Brüder,

heute hat mich Papst Franziskus zum neuen Bischof von Dresden-Meißen ernannt. Bereits in der vergangenen Woche hatte mich Domdekan Klemens Ullmann über die Wahl des Domkapitels informiert. Das hat mich sehr berührt und gefreut aber auch innerlich aufgewühlt. Daher habe ich einige Tage gebraucht, bis ich mich von ganzem Herzen dieser Berufung und dem erneuten Anruf Jesu in seine Nachfolge stellen konnte. Ich danke Papst Franziskus und dem Domkapitel für das Vertrauen, das sie mir damit schenken.

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„Gott führt uns auch weiterhin“

Brief von Bischof Dr. Koch an die Priester und die Gemeinden im Bistum Dresden-Meißen

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Dresden, den 08.06.2015

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Mitbrüder im Bistum Dresden-Meißen!

Heute hat mich Papst Franziskus in das Amt des Erzbischofs von Berlin berufen. Als ich vor einigen Tagen bei einem meiner gewohnten spätabendlichen Spaziergänge an der Dresdner Elbe die Nachricht erhielt, dass das Berliner Domkapitel mich zum Erzbischof gewählt hat, zog es mir gefühlsmäßig den Boden unter den Füßen weg. Eben noch hatte ich mich an die so eindrucksvolle Feier der Einweihung der Leipziger Propsteikirche erinnert, an die Firmungen, die ich an diesem Nachmittag gespendet hatte, an die Konzeption der langfristigen Personal- und Finanzplanung, die nun nach hohem Einsatz der Verantwortlichen unterschriftsreif vorliegt, und an die Begegnung mit den jungen Männern, die im kommenden Herbst ihr Studium der Theologie mit dem Ziel der Priesterweihe beginnen wollen.

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„Ein Brot und ein Fisch ins Körbchen gelegt, nicht mehr und nicht weniger“

Im Interview: Elisabeth Neuhaus, Leiterin der Pastoralabteilung des Bistums, und Kyrill von Twickel, Finanzdirektor des Bistums, über Herausforderungen und Chancen des Erkundungsprozesses.

Seit Jahresende 2013 geht das Bistum in einem geistlichen Aufbruch der Frage nach, welchen Auftrag Gott der Kirche unserer Region heute stellt. Den inhaltlichen Erkenntnissen sollen dann entsprechende Strukturanpassungen folgen. Wie das aussehen könnte, darüber haben die Leiterin der Hauptabteilung Pastoral, Elisabeth Neuhaus, und der Leiter der Hauptabteilung Finanzen, Kyrill v. Twickel, im Interview gesprochen.

Herr v. Twickel, wie erleben Sie denn den Erkundungsprozess ganz persönlich als Gemeindemitglied von Franziskus-Xaverius in Dresden-Neustadt?

Unsere Pfarrei Franziskus-Xaverius in der Neustadt bildet eine Verantwortungsgemeinschaft mit den Pfarreien Pieschen und Weißer Hirsch. Bereichernd ist, dass wir uns unter der Leitung des Pieschener Pfarrers und unserer Gemeindereferentin schwerpunktmäßig mit der geistlichen Grundlegung des Erkundungs-prozesses für unsere Verantwortungsgemeinschaft beschäftigen. Da werden schon ziemlich dicke Bretter gebohrt. Meine Frau und ich haben an einem Glaubens-seminar der Verantwortungsgemeinschaft zu Kirchenbildern, der Taufgnade und den Charismen einer Gemeinde teilgenommen. Dass wir in dieser tiefen Dimension eine konkrete geistliche Erfahrung in der Ortsgemeinde so praktisch teilen konnten, hat uns beeindruckt. Spürbar war eine neue und durchaus echte geschwisterliche Verbundenheit mit Gemeindemitgliedern aus der ganzen Verantwortungsgemeinschaft. Unterschiede im Austausch erlebten wir nicht abgrenzend, sondern bereichernd und erfüllend. Ich glaube, das ging allen so, die da mitgemacht haben. Das gemeinsame Teilen der Realitäten um erlebte Taufgnade und Charismen hat schlicht vieles in uns „neu gemacht“ und kann Grundlage für Neues um uns herum werden.

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